Herr oder Knecht - Über das beispiellose Verhältnis zwischen Israel und den USA

Herr oder Knecht - Über das beispiellose Verhältnis zwischen Israel und den USA
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"Herr oder Knecht - Über das beispiellose Verhältnis zwischen Israel und den USA"

James Petras

Herr oder Knecht - Über das beispiellose Verhältnis zwischen Israel und den USA

3. erweiterte Auflage

Vorwort des Herausgebers

Die Völker der Welt sind sich inzwischen bewusst, wie grausam und pervers kreativ der US-Imperialismus ist. Er umgibt sich mit dem Mäntelchen der Demokratie. Tatsäch-lich schändet er nicht nur die Demokratie, sondern auch alle Prinzipien der Menschlichkeit und des friedlichen Zusam-menlebens der Völker. In seiner hundertjährigen Geschichte hat er jeden Streit zwischen Sippen, Ethnien, Völkern, Reli-gionen und politischen Systemen zu seinen Gunsten instru-mentalisiert. Dank der Tüchtigkeit seiner Diplomaten und der Spendierfreudigkeit für seine „Freunde", konnte der US-Machtapparat bis heute das „große Wunder" schaffen:

1. nahöstliche Statthalter und europäische „Sozialisten",
2. Mörder der Mafia und christliche Puritaner,
3. ehemalige Faschisten und ehemalige Kommunisten,
4. anti-deutsche Intellektuelle, Feinde des alten, aber nicht des neuen Faschismus und
5. alle, die den Medien bedingungslos Glauben schen-ken

um den Finger zu wickeln.

Wieso passt nun gerade Israel nicht in dieses Schema? Petras erklärt in überzeugender Weise warum.

Wir freuen uns, nach der Veröffentlichung des Buches „Weltherrschaft durch Imperialismus“, in dem Petras sich mit den imperialen Zielen und Methoden der USA auseinan-der setzt, nun ein weiteres Buch von ihm vorlegen zu können.

Petras ist einer der wenigen „Überlebenden" der Studen-tenbewegung der sechziger Jahre, der seinen Überzeugun-gen treu blieb und auch im fortgeschrittenen Alter sich wei-terhin praktisch politisch engagiert. Er selbst bezeichnet sich immer noch als „Antiimperialist" und revolutionärer Akti-vist. Das vorliegende Buch belegt diese Einstellung sehr deutlich.

Der Autor setzt sich mit dem Einfluss des Zionismus in den USA auseinander. Er spricht von der „Macht“ der Zio-nisten in den Vereinigten Staaten.

Für Petras spielt Israel in diesem Konzert eine besondere Geige. Er stellt die These auf, dass der Staat Israel, unab-hängig von der jeweiligen dortigen Regierung, zusammen mit der „pro-israelischen Lobby“ in den USA sowohl die Medien und damit die öffentliche Meinung, als auch die poli-tischen Zentren der Macht, also die Legislative (Kongress) und Exekutive (Regierung) in seinem Interesse manipuliert und lenkt. Das geschieht parteiübergreifend. Sein Befund ist, dass die USA im Ergebnis deshalb im Nahen Osten gegen ih-re eigenen imperialen Interessen handeln. 

Als Soziologe spricht er von einem einzigartigen Verhält-nis zwischen den Vereinigten Staaten und Israel. Er analy-siert den „Tribut“, den die USA Israel entrichten. Seine Aus-sagen sind gewagt und können unglaublich erscheinen. Mö-ge der Leser entscheiden. Wir meinen, dass sie es wert sind, offen und ohne Vorbehalt diskutiert zu werden. Petras weist mehrfach darauf hin, dass eine kritische Einstellung gegen-über Israel sehr schnell mit dem Attribut des „Antisemitis-mus“ belegt wird. Durch die emotionale Besetzung dieses Begriffes erscheint in der Folge eine sachliche Auseinander-setzung unmöglich. Der Vorwurf des „Antisemitismus“ wird immer gerade von denen als Keule benutzt, die selbst die Semiten foltern und mit modernsten Waffen massakrieren.

Sozusagen als externer Beobachter stellt Petras fest, dass das US-Imperium eine durch Israel gesteuerte Außenpolitik betreibt, die sogar den eigenen Interessen schadet.

Petras vertritt vehement die These, dass die Verquickung der US-Regierung mit den Interessen Israels und der pro-israelischen Lobby zum Beispiel nicht im Sinne der US-amerikanischen Ölindustrie sei. Er versucht das mit Quellen zu belegen. Die Thematik ist ein wertvoller Denkanstoß und regt zu weiteren Forschungen an. Petras führt uns zu einer vollkommen anderen Sichtweise und schärft das Augenmerk für eine neue Perspektive.

Der Autor schreibt engagiert und man merkt ihm an, dass er das mit Wut im Bauch tut. Er spricht vom Völkermord, von ethnischen Säuberungen in Gaza und der Westbank.

Das Gespensterhaus der Folter, der gezielten Tötungen und des „kolonialistischen“ Terrors durch Israel wird be-schrieben. Es kommt Gänsehaut auf, wenn man diesen Teil des Buches liest. Er spricht von terroristischen Experten für das Verhör der Gefangenen und zeichnet ein „Genre der Terrorkunde". Die Erfahrungen des israelischen Geheim-dienstes Mossad werden durch gelehrige Schüler in Abu Ghraib und Guantánamo verwertet.

Eine weitere These Petras spricht von der „Endlösung" Israels. Er schärft den Blick für das strategische israelische Ziel: die Inbesitznahme des Restes Palästinas, indem es von Palästinensern entvölkert wird. Er bezeichnet das als „ethni-sche“ Säuberung. Der Begriff „Endlösung" wird bewusst provokativ von Petras gebraucht.

Er vertritt die These, dass die Politik der US-Regierung nicht nur im Gegensatz zu den Interessen des amerikani-schen Volkes steht, sondern sogar den imperialistischen Zie-len der herrschenden Klasse widerspricht. Es ist Israel, das diesen Krieg provoziert. Er meint, dass die Argumente hin-sichtlich einer atomaren Bedrohung durch den Iran, die von der israelischen Regierung vorgebracht und ihren Gefolgs-leuten in den USA aufgegriffen werden, jeder tatsächlichen Grundlage entbehren und auf der ganzen Welt Ablehnung und Kopfschütteln hervorrufen, sowohl bei einigen europäi-schen Regierungen, internationalen Behörden, als auch bei den meisten leitenden Militärs und der Öffentlichkeit in den USA, bei der Ölindustrie und sogar bei Teilen der Bushre-gierung.

Nicht zuletzt setzt sich Petras polemisch mit US-amerikanischen Intellektuellen wie Noam Chomsky ausein-ander, denen er vehement vorwirft, dass sie weder den Mut, noch die analytische Fähigkeit besitzen, die wirkliche Rolle Israels und seiner pro-israelischen Lobby in den USA aufzu-arbeiten. Er unterstellt ihnen, dass sie vor der Keule des „Antisemitismus“ zurückweichen und sich schweigend dem Mainstream unterordnen.

320 S.

 

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