- ISBN 9783889752215
Ecuador, 1985. Präsident Febres Cordero hat eine Politik der beispiellosen Repression gegen alle politischen Gegner eingeleitet. Im Nachbarland Kolumbien verbreitet die Staatsgewalt Terror seit Jahrzehnten. Einige Kolumbianerinnen und Kolumbianer versuchen in Quito die Gewalt und Ungerechtigkeit, die ihr Land ausblutet, publik zu machen. Unter ihnen Hernando, ein junger Journalistik-Student an der Universität Quito, ein Liebhaber von Salsa, Rum und Spott. Im September 1985 wird er verhaftet und 12 Tage lang gefoltert, zuerst vom Militär und dann von einer paramilitärischen Polizeieinheit. Danach kommt er ins Gefängnis. Drei Monate lernt er den Alltag der Häftlinge kennen, mit allem menschlichen Elend, aber auch mit Freundschaften, Liebe, Sex. Von der schwierigen Situation, in der er lebte, erzählt Hernando mit Humor und einem überraschenden Optimismus.
Hernando Calvo Ospina lebt inzwischen als politischer Flüchtling in Frankreich. Als Journalist schreibt er vor allem für die Zeitschrift Le Monde Diplomatique. Er ist Autor mehrerer Bücher, einige davon sind in mehrere Sprachen übersetzt. Er beteiligte sich an Dokumentationen für Fernsehstationen in Europa, u.a. für BBC, ARTE und ARD. 2005 wurde er für den „Prix Lorenzo Natali für Journalismus“ der Europäischen Kommission nominiert.
2011 lehnte die französische Regierung die Einbürgerung Calvos ab, mit dem Argument, er habe Kontakt zu umstürzlerischen Bestrebungen. Dabei ist seine einzige Waffe das Schreiben.
Hernando Calvo Ospina
Sei still und atme tief - Überlebenskampf eines kolumbianischen Jornalisten